
Halloween ist in der Grundschule die perfekte Zeit für kreatives Basteln. Mit einfachen Materialien, die in jedem Klassenraum vorhanden sind, entstehen lustige und ein bisschen gruselige Dekorationen, die die Kinder stolz mit nach Hause nehmen können. Alle Ideen sind für die 1. bis 4. Klasse geeignet, dauern maximal eine Schulstunde und fördern Schneiden, Kleben und Malen ganz nebenbei.
1. Freundliche Gespenster aus Papptellern

Diese Gespenster sind überhaupt nicht gruselig, sondern zum Lachen. Jedes Kind braucht einen weißen Pappteller, weiße Kreppstreifen, einen schwarzen Filzstift und zwei große Wackelaugen. Der Pappteller wird halbiert oder ganz gelassen – die halbe Variante schwebt besonders schön. Unten werden 4-5 Kreppstreifen als flatterige Geisterarme angeklebt. In der Mitte kommen die Wackelaugen und ein kleiner, runder Mund. Mit einem Faden an der Rückseite aufgehängt, schweben die Gespenster im Klassenzimmer. Tipp: Lasst die Kinder unterschiedliche Gesichter malen – so entsteht eine ganze Gespensterfamilie.
2. Kürbis-Laternen aus Butterbrottüten

Eine sichere Alternative zur echten Kürbislaterne. Ihr braucht braune Butterbrottüten, orange und grüne Wasserfarbe, eine Schere und LED-Teelichter. Die Tüte wird komplett orange bemalt und gut trocknen gelassen. Anschließend schneidet ihr vorsichtig ein Kürbisgesicht aus – Dreiecke für Augen und Nase, einen Zickzack-Mund. Den oberen Rand der Tüte zweimal umklappen, damit sie stabil steht. Ein kleines LED-Teelicht hinein, und schon leuchtet der Kürbis warm und freundlich. Die Laternen eignen sich super für die Fensterbank und es besteht keine Brandgefahr.
3. Fledermäuse aus Klopapierrollen

Upcycling, das richtig cool aussieht. Sammelt leere Klopapierrollen, dazu schwarzes Tonpapier, schwarze Farbe, Wackelaugen und etwas Schnur. Die Rolle wird schwarz angemalt oder mit schwarzem Papier umwickelt. Aus Tonpapier zwei Fledermausflügel ausschneiden – eine einfache M-Form reicht völlig. Die Flügel seitlich ankleben. Oben die Wackelaugen aufkleben und mit weißem Stift kleine Vampirzähnchen malen. Mit einer Schnur durch die Rolle gezogen können die Fledermäuse kopfüber an einem Ast oder an der Garderobe hängen. Sie flattern leicht im Durchzug.
4. Spinnennetze aus Papptellern und Wolle

Perfekt für die Feinmotorik. Ihr benötigt weiße Pappteller, einen Locher, weiße Wolle und kleine Plastikspinnen. Mit dem Locher werden rund um den Tellerrand im Abstand von etwa 2 cm Löcher gestanzt. Die Mitte des Tellers großzügig ausschneiden, so dass nur noch ein Ring übrig bleibt. Jetzt fädeln die Kinder die Wolle kreuz und quer durch die Löcher – mal ordentlich, mal wild, beides sieht toll aus. Am Ende verknoten und eine kleine Spinne mit einem Tropfen Kleber befestigen. Die Netze sehen am Fenster oder an der Klassenzimmertür fantastisch aus.
5. Gruselige Monster-Lesezeichen aus Eisstielen

Basteln mit praktischem Nutzen für die Lesezeit. Benötigt werden breite Holz-Eisstiele, Acrylfarben, Wackelaugen, bunte Wollreste und ein schwarzer Filzstift. Die Stiele in knalligen Farben wie Giftgrün, Lila oder Orange anmalen. Nach dem Trocknen oben Wackelaugen aufkleben, mit dem Filzstift Zähne, Münder und Muster malen. Aus kurzen Wollfäden wilde Haare ankleben. Die Monster stecken anschließend im Buch und schauen oben heraus. Die Kinder haben sofort Lust, wieder ein Buch aufzuschlagen, um ihr Monster zu zeigen.
6. Mini-Hexenhüte aus schwarzem Tonpapier

Schnell gemacht und ein toller Tischschmuck. Pro Kind ein Blatt schwarzes Tonpapier, ein Streifen orangefarbenes oder goldenes Papier, Glitzersticker und Kleber. Aus dem schwarzen Papier einen Viertelkreis ausschneiden und zu einem spitzen Kegel zusammenrollen und kleben. Für die Krempe einen Kreis mit Loch in der Mitte ausschneiden und auf den Kegel kleben. Mit einem orangefarbenen Band um die Hutspitze und ein paar Stern-Stickern verzieren. Die kleinen Hüte können als Namensschilder für die Halloween-Feier genutzt werden oder als Dekoration auf dem Fensterbrett stehen.
7. Geistige Windlichter aus Einmachgläsern

Diese Windlichter sorgen für eine gemütliche Gruselstimmung. Ihr braucht kleine leere Marmeladengläser, weißes Transparentpapier oder dünnes Seidenpapier, Kleister, schwarzes Tonpapier und LED-Teelichter. Das Glas mit Kleister bestreichen und mit gerissenem weißen Papier bekleben – das gibt einen schönen Geister-Effekt. Trocknen lassen. Aus schwarzem Tonpapier Augen und einen Geistermund ausschneiden und aufkleben. Ein LED-Licht ins Glas stellen. Im abgedunkelten Klassenzimmer leuchten die Geister ganz sanft. Wichtig: Nur mit elektrischen Lichtern verwenden, niemals mit echten Kerzen.
8. Kürbis-Girlande aus Handabdrücken

Eine persönliche Erinnerung, die jedes Jahr wieder aufgehängt werden kann. Orangefarbenes Tonpapier, grünes Tonpapier, eine Schnur und eine Schere reichen. Jedes Kind legt seine Hand aufs orange Papier, zeichnet den Umriss nach und schneidet ihn aus – das ist der Kürbis. Aus grünem Papier kommt ein kleiner Stiel dazu, der oben angeklebt wird. Mit einem schwarzen Stift kann noch ein lustiges Gesicht auf die Handfläche gemalt werden. Alle Kürbisse an einer langen Schnur aufreihen und im Flur aufhängen. Die Eltern lieben es, die Hand ihres Kindes darin zu erkennen.
Fazit
Mit diesen acht Ideen habt ihr für zwei volle Bastelwochen Material, ohne dass es teuer oder kompliziert wird. Alle Projekte lassen sich gut an das Alter anpassen: Jüngere Kinder bekommen vorgeschnittene Teile, ältere schneiden selbst und verzieren freier. Am schönsten ist es, wenn am Ende das ganze Klassenzimmer gemeinsam geschmückt wird – dann steigt die Vorfreude auf Halloween ganz von selbst.



